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Abenteuer 3. Liga endete mit Abschiedstränen

TuS Hollenstedt unterlag Buxtehude II und strebt Neuanfang in der Oberliga entgegen

Trainer Lars Dammann sowie (hinten, von rechts) Dorit Schwanke, Luisa Gyszas, Marie Kaiser, Julia Lupke, Jenny Teipelke, Kerstin Wittig, Dina Bergmane und Kathleen Detje wurden von der Mannschaft mit Geschenken und guten Wünschen und von den Fans mit viel Applaus verabschiedet. Trainer Lars Dammann sowie (hinten, von rechts) Dorit Schwanke, Luisa Gyszas, Marie Kaiser, Julia Lupke, Jenny Teipelke, Kerstin Wittig, Dina Bergmane und Kathleen Detje wurden von der Mannschaft mit Geschenken und guten Wünschen und von den Fans mit viel Applaus verabschiedet.

rin Hollenstedt. Das letzte Drittliga-Handball-Punktspiel gegen die Bundesliga-Reserve vom Buxtehuder SV (BSV) braucht die Welt zwar nicht mehr, aber gespielt werden musste es trotzdem – auch wenn beim gastgebenden TuS Hollenstedt gefühlt mehr verletzte und erkrankte Spielerinnen neben der Auswechselbank Platz nehmen mussten. Am Ende hatte der TuS bei der 17:36-Niederlage gegen BSV II kaum etwas entgegenzusetzen.

Die Spannung hielt der Drittletzte noch bis 20 Minuten nach dem Anpfiff: Da hatte Hollenstedt den Gästen in einem keineswegs hochklassigen Spiel ein 7:7 abgetrotzt. Danach löste sich aber jedes Konzept der Hollenstedterinnen auf. Den 8:13-Pausenrückstand konnte das Team von Trainer Lars Dammann, der pikanterweise zur neuen Saison für den BSV arbeitet und die Zweite coachen wird, nicht halten. Die Dämme brachen, weil Hollenstedt reichlich Fehler fabrizierte und Buxtehudes Konter ein ums andere Mal stachen. Über 17:9, 24:11 und 30:14 hatte „Buxte“ leichtes Spiel. Hartnäckige Versuche, Kreisläuferin Eileen Volkmann (6/3) zu bedienen, scheiterten bei Hollenstedt fast durchweg. Nur Julia Fritsche (3) konnte in der Körperlichkeit mit den Buxtehuderinnen mithalten. Würfe aus dem Rückraum steuerten nur sie und Marie Kaiser (2) bei, die übrigen Hollenstedterinnen rieben sich im Eins-gegen-eins auf.

Auch im Positionsangriff war Buxtehude überlegen. Stramme Expresspässe bestimmten die Angriffe der Gäste, die immer wieder ins Laufen kamen und dann nicht mehr zu halten waren. Vor allem Lotta Heinrich (7) setzte sich auf der halblinken Position gut durch, Laura Schultze, nächste Saison für dieSGH BW Rosengarten-Buchholz in der 2. Liga am Start, traf 5-mal. Hollenstedt gab zwar nicht auf, aber es fehlte auch jede Spannung. Viele hatten sicherlich schon den Abschiedsschmerz im Herzen: Acht Spielerinnen und Trainer Lars Dammann verlassen die Mannschaft. Wie immer dankte das Team den vielen Unterstütztern im Anschluss mit kleinen Präsenten. Hausmeister „Hammer“ Lehmann wurde sogar mit 1500 Euro aus der Mannschaftskasse für eine Ballreinigungsmaschine bedacht.

STATEMENTS AUS HOLLENSTEDT

Frank Ottens (Vorstand TuS Hollenstedt):

Lars Dammann war der erste FSJler, den wir beim TuS Hollenstedt hatten. Von dort hat erkontinuierlich seinen Weg bis zur A-Trainer-Lizenz gemacht. Bei unseren Trainerfüchsen Jürgen Warnholtz (†), Helmut Eckelmann und Klaus Gruner konnte er viel Erfahrung sammeln, seit Jahren leitet er den Regionsstützpunkt und schult die besten Talente. Er hat viele Impulse gesetzt und trägt maßgeblich die Mitverantwortung für den größten sportlichen Erfolg der Handballer im TuS Hollenstedt, die Oberliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Drittliga-Aufstieg. Wir sind 100-prozentig davon überzeugt, dass Lars auch die neuen Aufgaben bei Buxtehude meistert.

Julia Fritsche (Spielerin TuS Hollenstedt):

Lars hat 24 Jahre dem Verein TuS Hollenstedt angehört. Er hat hier bei den Minis das Handballspielen gelernt und sich unter dem Spitznamen „Kralle“ einen Namen gemacht. Danke für die schöne Zeit.

Lars Dammann (Trainer TuS Hollenstedt, im Bild):

Wir waren heute weitgehend zahnlos, was unsere Angriffsbemühungen anging. Das war viel zu ungefährlich. Nurdie ersten 20 Minuten waren okay.

Quelle: Winsener Anzeiger
Foto: Kathrin Röhlke

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