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Rosengarten erobert die Tabellenspitze

Landesliga-Handballer gewinnen Derby gegen TuS Jahn Hollenstedt mit 24:18 und profitieren vom 31:31-Remis zwischen Dannenberg und Eyendorf

Kein Durchkommen für Hollenstedts Sebastian Volkmann (M.) gegen Rosengartens Björn Heinzelmann, Sebastian Wartjes, Marc Holzhaus und Fabian Heinzelmann (v.l.). Links im Hintergrund: Lukas Versemann Kein Durchkommen für Hollenstedts Sebastian Volkmann (M.) gegen Rosengartens Björn Heinzelmann, Sebastian Wartjes, Marc Holzhaus und Fabian Heinzelmann (v.l.). Links im Hintergrund: Lukas Versemann

Nenndorf. Auch wenn sich der Tabellendritte und der Fünfte gegenüberstanden, war das Handballderby in der Landesliga Lüneburg zwischen der SGH Rosengarten-BW Buchholz und Aufsteiger TuS Jahn Hollenstedt in der Rosengartenhalle in Nenndorf alles andere als ein sportlicher Leckerbissen. Es war vielmehr ein typisches Kampfspiel, in dem die Heimmannschaft mit einer klar besseren ersten Halbzeit den Grundstein für den am Ende deutlichen 24:18 (16:7)-Erfolg legte.

Und damit auch noch die Tabellenspitze eroberte, weil im zweiten Spitzenspiel der Landesliga Lüneburg der MTV Eyendorf und der MTV Dannenberg 31:31 unentschieden spielten und jeweils nur einen Punkt einfahren konnten. Hollenstedt konnte trotz der Niederlage Rang fünf behaupten.

Co-Trainer Thomas Brockmann räumte nach dem Spiel ein, dass man sich mehr ausgerechnet hatte. „Wir waren im Angriff aber zu nervös, haben zu schnell den Abschluss gesucht“, sagte er. Und belegte diese Einschätzung mit eindrucksvollen Zahlen. Von 60 Jahn-Angriffen hätten nur 18 zum Torerfolg geführt. Brockmann: „Mit einer Angriffsquote von weniger als 30 Prozent kannst du so ein Spiel nicht gewinnen.“ Auch habe es an der nötigen Disziplin geemangelt. Mit der Deckungsarbeit der Mannschaft war er dagegen zufrieden.

Und mit der Leistung in der zweiten Halbzeit sowieso, die der TuS Jahn Hollenstedt mit 11:8 gewinnen konnte. Brockmann: „Man hat gesehen, dass wir Rosengarten sogar hätten schlagen können.“ Die entscheidende Phase spielte sich nach der 15. Minute ab. Da baute Rosengarten seine Führung von 6:5 auf 13:5 aus, profitierte dabei sowohl von einer starken Torwartleistung von Simon Behrens und einer zeitweise zweifachen Überzahl. Darauf reagierte Rosengartens Trainer Martin Hug mit einer offensiven Abwehr, beorderte sämtliche Spieler in der Defensive zwei Meter nach vorne. Beim Stand von 14:6 parierte Rosengartens zweiter Torhüter Robin Lürtzing, der nur für diesen Strafwurf eingewechselt worden war, zudem einen Siebenmeter von Hollenstedts Nils Andres.

In der zweiten Halbzeit wechselte bei Rosengarten Robin Lürtzing dann ganz ins Tor, die Gäste operierten mit Manndeckung für Rosengartens Fabian Heinzelmann und Sebastian Wartjes. Letztlich waren es aber wie schon in Halbzeit eins zu viele Undiszipliniertheiten, die eine Aufholjagd verhinderten, die diesen Namen auch verdient hätte. So fing sich Hollenstedts Fabian Jezewski nach einem missglückten Tempogegenstoß wegen Meckerns eine Zwei-Minuten-Strafe ein und fünf Minuten später sogar die rote Karte.

In diesen fünf Minuten fiel kein einziger Treffer, auch weil Rosengartens Torhüter mit vier Paraden in Folge jeden Einschlag verhinderte. Bei 22:17 scheiterte mit Janek Kapahnke ein weiterer Hollenstedter mit einem Siebenmeter an Rosengartens Tormann.

Dass seine Torleute entscheidenden Anteil am Erfolg hatten, sah auch SGH-Trainer Martin Hug so. „Die erste Halbzeit haben wir nur sieben Gegentore zugelassen und konnten sogar in Unterzahl unsere Führung ausbauen“, sagte er. Besonders dieses Unterzahlspiel habe ihm gefallen. „Da sind wir sehr engagiert und schalten schnell um.“ Nach der Pause habe sich seine Mannschaft in zu viele Einzelaktionen verstrickt. Martin Hug: „Aber unsere Abwehr stand immer solide, so dass der Erfolg nie in Gefahr geraten ist.“ Er lobte die Mannschaft für ihre Einsatzbereitschaft und dafür, dass sie stets an sich geglaubt habe. Seinem Schlusssatz mag wohl niemand widersprechen: „Es war nicht schön, aber erfolgreich.“

Foto: Volker Koch / HA
Autor: Günther Bröde
Quelle: Hamburger Abendblatt

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