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Sportlich trennen sie Welten

Handball-Drittliga-Frauen des Buxtehuder SV II setzen sich gegen den TuS Jahn Hollenstedt mit 45:26 durch.

Buxtehudes Kreisläuferin Svea Marie Geist ist nicht zu halten von der Hollenstedter Abwehr und erzielt eines ihrer drei Tore Buxtehudes Kreisläuferin Svea Marie Geist ist nicht zu halten von der Hollenstedter Abwehr und erzielt eines ihrer drei Tore

Buxtehude. Die meisten Handballerinnen kennen sich, ein Teil der Drittligamannschaft des TuS Jahn Hollenstedt hat schon das Trikot des Buxtehuder SV getragen. Der Umgang beider Teams ist freundlich, wie es sich für Nachbarn gehört. Geografisch trennen sie gerade einmal 15 Kilometer. Sportlich dagegen taten sich im ersten Vergleich in der 3. Liga Nord in der Halle Nord Welten auf. Die zweite Mannschaft des Buxtehuder SV fegte den TuS Jahn Hollenstedt mit einem 45:26-Kantersieg aus der Halle, der schon nach 30 Minuten beim Stande von 23:12 besiegelt schien.

Die junge Buxtehuder Mannschaft schließt das Jahr 2015 auf dem sechsten Tabellenplatz und einem positiven Punktekonto von 11:9 ab. Der TuS Jahn Hollenstedt bleibt als Elfter und damit Vorletzter auf einem Abstiegsplatz und muss seine ganze Konzentration in den Abstiegskampf legen.

Der siegreiche Trainer Igor Sharnikau bescheinigte seiner jungen Mannschaft die beste Saisonleistung. „Es lief bei uns wie geschmiert“, sagte er, „wir haben viel Tempo gemacht und uns kaum Fehler erlaubt.“ Sein Gegenüber Lars Dammann vom TuS Jahn Hollenstedt sprach dagegen von einem rabenschwarzen Tag. „Uns ist nichts gelungen“, sagte er, „im Sport gibt es solche Tage.“ Der Hollenstedter Trainer hat jetzt alle Hände voll zu tun, seine Damen für den Kampf um den Klassenerhalt wieder aufzubauen. „Wir müssen uns ganz auf die wichtigen Spiele gegen direkte Konkurrenten konzentrieren“, sagte Lars Dammann, der derzeit keinen Grund sieht, seiner Mannschaft während der Weihnachtspause vermehrt Freizeit zu gewähren.

„Wir werden die spielfreie Zeit zum Training nutzen“, kündigte Dammann an. Oberste Priorität beim Aufsteiger hat der Klassenerhalt. Schon am 17. Januar 2016 kommt der Tabellenletzte HSG Hude/Falkenburg in die Max-Schmeling-Hallen. Ein Spiel von hoher Bedeutung, nur ein Sieg hilft den Jahn-Frauen weiter. Dammann setzt seine Hoffnungen in die Rückkehr von Julia Lupke (fehlte aus privaten Gründen) und der wiedergenesenen Dina Bergmane-Versakova, die in Buxtehude angeschlagen, aber beste Torschützin war.

Buxtehudes Trainer Igor Sharnikau wollte den Sieg seiner Mannschaft nicht überbewerten, auch wenn der Unterschied schon mehr als deutlich war. „Hollenstedt kann mehr, als sie hier gezeigt haben“, sprach er dem Nachbarn Mut zu. Er selbst ist mit dem bisherigen Saisonverlauf einigermaßen zufrieden. „Zwei Punkte mehr hätte ich mir gewünscht“, sagte der BSV-Coach, der die Leistung seiner Damen mit einer Achterbahnfahrt verglich. Nach guten Spielen habe es wieder unnötige Niederlagen gegeben. Die gute Leistung aus der Partie gegen Hollenstedt würde Igor Sharnikau am liebsten in das erste Spiel 2016 mitnehmen, wenn ebenfalls am 17. Januar der Tabellenführer HSG Hannover-Badenstedt in der Halle Nord aufläuft.

Die rund 250 Zuschauer erlebten ein einseitiges Spiel. Von Anfang an dominierte das Gastgeberteam, führte schon nach fünf Minuten mit 5:1. Immer wieder kam die zweite Mannschaft des Buxtehuder SV zu einfachen Treffern. Zwei, drei Mal gekreuzt und aus dem Rückraum abgeschlossen – vor allem Laura Schultze mit elf Treffern sowie Lotta Heinrich (7) auf der rechten und linken Halbposition setzten Akzente im Angriff. Trainer Sharnikau brauchte sich zu keiner Zeit Sorgen zu machen, die Weichen auf Sieg waren von Anfang an gestellt. Er konnte in der zweiten Halbzeit sogar viel experimentieren und die A-Jugend-Spielerinnen einsetzen, die in der kommenden Woche am 19./20. Dezember in Blomberg in der Jugend-Bundesliga-Zwischenrunde auf Frisch-Auf Göppingen, den Frankfurter HC und Gastgeber HSG Blomberg-Lippe treffen. Das Buxtehuder Spiel blieb auf konstant hohem Niveau, auch wenn phasenweise nur A-Jugendliche auf dem Feld standen.

Die Tore für Buxtehude: Laura Schultze (11), Lotta Heinrich (7), Paula Prior (6/1), Natalie Axmann, Zeliha Puls (jeweils 5), Meike Wietzer (4), Svea Marie Geist, Julia Herbst (jeweils 3) und Anna-Lena Grell (1)

Die Tore für Hollenstedt:
Dina Bergmane-Versakova (9/4), Julia Fritsche (5), Marie-Christin Kaiser (4), Rika Bremer, Eileen Volkmann (je 2), Nathalie Birett, Kathleen Detje, Christine Wentzien, Katharina Hering (alle 1)

Foto & Autor: Hans Kall
Quelle: Hamburger Abendblatt

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