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TuS Hollenstedt steigt freiwillig in die Oberliga ab

Verein verzichtet auf Relegation. Drittliga-Handballfrauen verlieren 17:24 in Wismar

Julia Fritsche im Wurf Julia Fritsche im Wurf

Hollenstedt. „Der TuS Jahn Hollenstedt plant in der kommenden Saison für die Oberliga Niedersachsen“, sagte Handballtrainer Lars Dammann nach der 17:24 (9:11)-Auswärtsniederlage seiner Drittliga-Frauen bei der TSG Wismar. Die Option, am Saisonende eventuell über eine Relegation den Verbleib in der dritthöchsten Spielklasse zu erreichen, werde der Verein nicht wahrnehmen, so Dammann.

Ohne vier Rückraumspielerinnen hatten es die Handballfrauen des TuS Jahn Hollenstedt schwer beim Auswärtsspiel in Wismar. Fast die gesamte Last im Rückraum lastete auf den Schultern von Julia Lupke und Katharina Hering. Die weiteren gelernten Rückraumspielerinnen Dina Bergmane-Versakova, Julia Fritsche, Nina Noltin und Nathalie Birett standen Trainer Lars Dammann nicht zur Verfügung. Zeitweise sprang Luisa Gyszas auf der Position von Julia Fritsche ein. Lars Dammann ließ zudem streckenweise mit zwei Kreisläuferinnen spielen und stellte die Abwehr um, weil der komplette Innenblock fehlte. „Bis zur Halbzeit haben wir das ganz gut gemacht“, sagte Lars Dam­mann.

Der Knackpunkt der Partie war die rote Karte für Torhüterin Dorit Schwanke wegen einer unbeherrschten Reaktion, nachdem sie das dritte Mal den Ball ins Gesicht bekommen hatte. Die Disqualifikation der Torhüterin (39.) fiel in eine Serie von zehn Gegentreffern für die Hollenstedterinnen, die zudem drei Siebenmeter liegen ließen und immer wieder an der gegnerischen Torhüterin Antje Borkowski (früher Rosengarten) scheiterten.

Trotzdem kam Hollenstedter noch einmal auf 15:20 heran. „Das war aber ein so großer Kraftakt, dass uns am Ende die Puste ausging,“ sagte Dammann. „Wir hatten einfach keine Luft mehr.“ Beste Werferin war Julia Lupke, die sechs Treffer erzielte, davon fünf per Siebenmeter. Aus dem Spiel heraus war Marie Kaiser mit vier Treffern die erfolgreichste Schützin, Katharina Krohn steuerte drei Treffer bei.

Buxtehudes Juniorinnen spielen remis beim Tabellennachbarn Nord Harrislee

Mit einem 24:24 (14:12)-Unentschieden kehrten die Juniorinnen des Buxtehuder SV vom TSV Nord Harrislee heim und behaupteten damit ihren Platz im Mittelfeld der Tabelle, konkret Rang sieben. Bis zur Pause sah es sogar nach einem möglichen Auswärtserfolg aus. Nach einem Doppelpack durch Laura Schultze und Lotta Heinrich lag die Buxtehuder Bundesligareserve kurz vor der Pausensirene mit 14:11 in Führung, kassierte aber in letzter Sekunde einen Gegentreffer. Nach der Pause konnte der Vorsprung zunächst auf vier Tore ausgebaut werden, in der 43. Minute war Harrislee mit 19:19 am BSV-Juniorenteam dran. Danach konnte sich kein Team mehr absetzen.

Beste BSV-Werferinnen waren Laura Schultze (8), Lotta Heinrich (7/1) und Franziska Stöver (6).

(gb)

Quelle: Hamburger Abendblatt
Foto: Kathrin Röhlke

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